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admin am 14. März 2011
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St. Veits-Dom in Prag

Der Veitsdom (auch St.-Veits-Dom, tschechisch Katedrála oder chrám sv. Víta, voller Name Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha) auf der Prager Burg ist das größte Kirchengebäude Tschechiens.

Der Bau erfolgte anstelle einer 925 Meter unter dem Hl. Wenzel errichteten Rotunde und der unter Spytihněv II. begonnenen dreischiffigen romanischen Basilika (ab 1060). Spytihnew starb allerdings bereits 1061; der eigentliche Bauherr der neuen Kirche war sein Bruder und Nachfolger Vratislav II.  Die doppelchörige Basilika war wesentlich kleiner als der heutige Bau. Teile der Rotunde mit den Gräbern der Heiligen wurden in den Neubau integriert, so etwa die Süd Apsis mit dem Wenzelsgrab.

Nachdem Prag Mitte des 14. Jahrhunderts Erzbistum geworden war, fehlte Prag eine repräsentative Kirche und so ließ Karl IV. den Veitsdom bauen, eine dreischiffige Basilika, deren Türme die ganze Stadt überragen. Zu Beginn leitete der französische Baumeister Matthias von Arras den gotischen Neubau. Nach seinem Tod 1352 führte der aus Schwäbisch Gmünd stammende Peter Parler und im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts dessen Söhne Wenzel Parler und Johann Parler der Jüngere die Arbeiten fort. Bis zum Beginn der Hussitenkriege 1420 waren der Chor und der Grundstock des Hauptturms fertiggestellt. Die Kirche wurde als Krönungskirche der böhmischen Könige genutzt, hier befindet sich auch die Grablege der böhmischen Herrscher.

In der Kronkammer des Doms werden die Krönungsinsignien (Wenzelskrone) aufbewahrt. Die endgültige Fertigstellung der Kirche nach einer Bauunterbrechung im 15. Jahrhundert dauerte bis zur Vollendung des Baus im Jahr 1929 durch Kamil Hilbert. Die Kirche wurde im neogotischen Stil weitergeführt und enthielt umstrittener Weise eine klassische Westfassade, die die ursprüngliche Süd-Ausrichtung des Baus ein wenig relativiert. Der Hauptturm blieb unvollendet.

Wenzelskrone - Urheber Wolfgang Sauber

Wenzelskrone - Urheber Wolfgang Sauber

Bis zur endgültigen Fertigstellung des prächtigen Gotischen Gotteshauses dauerte es fast 600 Jahre. Dennoch diente es schon seit Beginn als Ort für feierliche Akte wie Krönungen oder Begräbnisse (die Gruft der böhmischen Herrscher befindet sich hier).

Man sollte den 99 m hohen Turm besteigen, da man nur von dort diesen einzigartigen Rundblick über Prag hat. Das Inneren der Kirche ist überaus prunkvoll und reich ausgestaltet, besonders die Wenzels Kapelle, die mit vergoldetem Stuck und Edelsteinen geschmückt ist. Auch sonst ist die Kirche ein Bau der Superlative: größte Kirche Prags und Tschechiens, größte Glocke (17 t) und größte Orgel (6500 Pfeifen) des Landes. Allein der Gang durch das über 30 m hohe Langschiff mit seinen bunten Glasfenstern ist atemberaubend.

Die Krönungskleinodien werden in einem Raum im Dom aufbewahrt, aber nur zu besonderen Gelegenheiten herausgeholt und der Öffentlichkeit gezeigt. Die Türen zu dem Raum und zum Safe haben jeweils 7 Schlösser.

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