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admin am 2. Dezember 2010
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Josefov – das jüdische Viertel in Prag

Jüdische Kultur ist mit Prag historisch gesehen eng verbunden. Um diese besser zu verstehen lohnt es sich, bei einem Prag Besuch das jüdische Viertel zu besichtigen. Einen der besten Ausgangspunkte bietet das Falkensteiner Hotel Maria Prag. In unmittelbarer Nähe zum Cityhotel befindet sich die Jubiläums Synagoge von Kaiser Franz Joseph I., auch Jerusalem Synagoge genannt.

Von dieser Synagoge aus bietet sich ein schöner Spaziergang in Richtung Staroměstská hervorragend an. Direkt hinter dem Franz-Kafka-Platz und Museum befindet sich das jüdische Viertel Prags, inmitten der pulsierenden tschechischen Metropole.

Seit dem Mittelalter existierten in Prags Altstadt (Staré Město) zwei jüdische Gemeinden nebeneinander. Die eine kam aus dem Westen, die sich um den Standort der Altneusynagoge konzentrierte, während die zweite Gemeinde sich aus Juden aus dem byzantinischen Reich formierte. Mit ihrem Kulturzentrum rund um die heutige Spanischen Synagoge. Mit der Zeit verwuchsen die beiden Gemeinden immer mehr und schließlich gab es nur noch ein jüdisches Viertel.Blickt man einige Jahrhunderte in die Geschichte der Prager Juden zurück, erfährt man mehr über die Ghettoisierung des Judenviertels und die lange Zeit andauernde Erniedrigung der Juden. So mussten sie im 16. Jahrhundert einen gelben Kreis als Erkennungszeichen tragen.

Diese Diskriminierungen hatte Kaiser Joseph II. per Gesetz verboten. Als Dank wurde das damalige Ghetto und heutige Judenviertel nach ihm benannt – Josefov bzw. Josephstadt. Im 19. Jahrhundert beschloss die Stadt, das jüdische Viertel aufgrund der schlimmen hygienischen Verhältnisse niederzureißen. Es blieben leider nur einige Gebäude davon verschont, wie das Rathaus, einige Synagogen und der alte jüdische Friedhof.

Stadt Prag - Tschechien

Stadt Prag - Tschechien

Obwohl der Friedhof wie ein kunstvoll angelegter Friedhof aussieht, entstand er zu damaliger Zeit aus purer Platznot. Da es nicht erlaubt ist jüdische Gräber aufzulassen, musste jahrhundertelang immer wieder neue Erde aufgeschüttet werden, um neue Gräber errichten zu können.

Unter den dicht aneinander liegenden Grabsteinen, finden Besucher das wohl bekannteste Grab des Friedhofs aus dem Jahr 1609. Es handelt sich hier um das Grab des verstorbenen Schöpfers des legendären Golems, Jehuda Liwa ben Bezallel, genannt Rabbi Löw.

http://www.jewishmuseum.cz/aindex.php

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